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Thomas Numberger

Informationen über meine Arbeit bei dem früheren privaten Fernsehsender BTV4U in Ludwigsburg

Der Sender B.TV bzw. BTV4U

 
Die Astra-Uplink-Satellitenschüssel bei B.TV/BTV4U
Die Astra-Uplink-Satellitenschüssel bei B.TV/BTV4U

Nur ein sehr kleiner Ausschnitt aus dem riesigen Kult-Studio:
Die rechte Hälfte von Studio 8 bei B.TV/BTV4U
Die rechte Hälfte von Studio 8 bei B.TV/BTV4U

B.TV / BTV4U, war ein privater Fernsehsender aus Baden-Württemberg.
Er wurde 1995 als Regionalsender für Baden gestartet, expandierte 1998 zum privaten Landessender für Baden-Württemberg, sendete ab 2000 per Satellit europaweit und beabsichtigte zum bundesweiten Vollprogramm aufzusteigen. Bekannt war B.TV vor allem für seine großen Musikshows (B.TV Rave, Musikparadies, Sternstunde), seine Astro-CallIn-Sendung Astrofon und seine recht pompös aufgemachten Regionalnachrichten.
Durch die Insolvenz von Gesellschaftern, das Platzen der weltweiten "Medienblase" und den daraus resultierenden Einbruch des TV-Werbemarktes musste der Sender 2002 Insolvenz anmelden.
Im Januar 2003 wurde der Sender von einem neuen Eigentümer übernommen, grundlegend umstrukturiert und in diesem Zusammenhang umbenannt in BTV4U. Aufgrund des damals vollständig eingebrochenen TV-Werbemarkts erschien eine klassische Werbefinanzierung zu dieser Zeit für kleine TV-Sender unmöglich. Daher sollte der Sender nun auf 3 Standbeinen stehen: Regionalberichterstattung für Baden-Württemberg (verlustbringend aber Lizenzauflage), selbst produzierte Live-Sendungen (halbwegs kostenneutral) und CallIn-Formate (zur Senderfinanzierung).
Im März 2003 begann daher eine Phase des Experimentierens mit verschiedenen innovativen und neuartigen TV-Formaten. Viele dieser neuen Formate hatten allerdings nur geringen Erfolg, weshalb bereits Mitte April 2003 eine erneute Konzeptänderung geplant wurde. Diese führte dann im Juni 2003 zu einem komplett neuen Sendekonzept, mit einem Mix aus CallIn-Gewinnspielen, Regionalberichterstattung und diversen interessanten experimentellen TV-Shows.
Die CallIn-Gewinnspiele des Senders waren sehr erfolgreich, daher wurde ihr Anteil am Gesamtprogramm mehrfach ausgeweitet. Gleichzeitig häuften sich aber Beschwerden von Zuschauer und Politikern wegen der CallIn-Gewinnspiele. Nach Strafanzeigen und Hausdurchsuchungen (die übrigens alle erfolglos blieben) entschied der Sender ab Februar 2004 vollständig auf CallIn-Gewinnspiele zu verzichten.
Um den Sendebetrieb (angesichts des immer noch komplett eingebrochenen TV-Werbemarkts) trotzdem finanzieren zu können behielt man aber die Idee der CallIn-Finanzierung bei. Im Januar und Februar 2004 folgte daher eine weitere experimentelle Phase mit verschiedenen innovativen und neuartigen CallIn-TV-Formaten. Allerdings setzten sich auch diese neuen Formate nicht durch und oft blieb es nur bei einzelnen Pilotfolgen oder wenigen Sendungen. Daher folgte Mitte Februar 2004 bereits eine weitere Konzeptänderung: Statt CallIn-Spielen wurde jetzt CallIn-Esoterikberatung angeboten und die Regionalberichterstattung deutlich ausgeweitet.
Es gab aber auch weiterhin Beschwerden von Zuschauern und den Kirchen, und die Presse berichtete immer öfters über angeblich sektenähnliche Zustände im Sender. Im Sommer 2004 entschied die Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg die Kabellizenz des Senders nicht weiter zu verlängern, BTV4U stellte daraufhin Ende Dezember 2004 den Betrieb ein. Damit ging ein hoch interessantes, innovatives und anarchisches, aber auch hoch umstrittenes Stück deutscher TV-Geschichte zu Ende.

Zugegeben, über die Qualität von CallIn-Sendern kann man streiten. (Ich selbst vertrete die Meinung, wir leben in einem freien Land und niemand wird gezwungen einen bestimmten Sender anzuschauen. Warum sollte man TV-Sender verbieten, die sich an Gesetze halten, hohe Zuschauerzahlen haben, hohe Gewinne machen und hohe Steuern zahlen? Nur weil man deren Programm nicht mag oder es einem niveaulos erscheint?)

Aus Sicht der Macher war BTV4U ein hoch spektakuläres und hoch innovatives Projekt: Bis zu 20 Stunden Live-Sendung pro Tag, nur sehr kleine Produktionteams mit 2-5 Leuten (wo jeder Generalist sein musste), dazu ständiges Echtzeit-Feedback von den Zuschauern und ein fast grenzenloser Freiraum um mit neuen Ideen und Konzepten experimentieren zu können. (Ich kenne keinen anderen Fernsehsender wo es üblich ist, dass neue Formate, welche von der Geschäftsleitung, von Mitarbeitern oder von Zuschauern vorgeschlagen werden, innerhalb von 12-24 Stunden on-air gehen.) Bei BTV4U war das nicht unüblich! - Klar, darunter war auch mancher Flop, aber man hatte es wenigstens mutig probiert. Die Devise bei BTV4U war meist: nicht lange labern, nicht lange planen, keine Marktforschung, kein Mainstream! - Einfach machen und ausprobieren!
Für uns Mitarbeiter war BTV4U eine große Herausforderung, eine super lehrreiche Ausbildung und eine riesige Chance anarchisch und risikolos mit dem Medium Interaktives Fernsehen experimentieren zu können. - Und dies alles nicht in kleinem Rahmen, mit Amateurtechnik im Lokalsender, sondern europaweit mit volldigitalem High-End-Profi-Equipment in einem der größten und modernsten Fernsehstudios der damaligen Zeit!

Weitere Infos zu BTV4U findet man in der Wikipedia

Meine Aufgaben bei BTV4U

 
Mein Paradies: MAZen, Monitore, Schnittplätze und viele interessante Knöpfe...
Die Sendeabwicklung bei B.TV/BTV4U
Ein Teil der Sendeabwicklung bei B.TV/BTV4U

Noch mehr tolle Knöpfe:
Die Bildregie bei BTV4U
Die Bildregie bei BTV4U

Immer wieder schön:
(Und einer der Hauptgründe für meine Berufswahl)
Eine Ikegami Studiokamera bei B.TV/BTV4U
Eine Ikegami Studiokamera bei B.TV/BTV4U

Meine große Leidenschaft: Ü-Wagen
Der Ü-Wagen 2 bei B.TV/BTV4U
Der Ü-Wagen 2 bei B.TV/BTV4U

Mein Wohnzimmer für fast 20 Monate:
Bild der Überwachungskamera in der BTV4U-Sendeabwicklung
Bild der Überwachungskamera in der BTV4U-Sendeabwicklung

Ich war vom 24. März 2003 bis zum 18. Dezember 2004 Mitarbeiter bei BTV4U. (Also genau in der hoch experimentellen Phase.)
Offiziell war ich zuerst einen Monat lang Praktikant in der Nachrichten-Redaktion und danach technischer Produktionsmitarbeiter. Wie aus der obigen Senderbeschreibung hervorgeht, war bei BTV4U die Aufgabenteilung aber meist sehr anarchisch. - Eigentlich hat jeder alles gemacht oder eben das was er am besten konnte...
Da es mir in der Nachrichten-Redaktion schon nach einigen Wochen langweilig wurde und ich unbedingt in die technischen Bereiche reinschnuppern wollte, lies ich mich in meiner Freizeit in der Sendeabwicklung (SAW) und der TV-Produktion einarbeiten. Als dann im Zuge des Sender-Neustarts im Juni 2003 der Live-Sendebetrieb auf bis zu 20 Stunden pro Tag ausgeweitet wurde, musste ein Stellvertretender Leiter der Sendeabwicklung gefunden werden, welcher (zusammen mit dem bis dahin alleine arbeitenden SAW-Leiter) einen stabilen Rund-um-die-Uhr-Betrieb aufrecht erhalten konnte und den SAW-Leiter im Notfall auch in allen wichtigen Funktionen vertreten konnte. So kam es dann, dass ich schon nach wenigen Monaten Betriebszugehörigkeit die SAW-Nachtschicht und die Vertretungsweise Leitung der SAW von 22-11 Uhr übernahm, und in dieser Funktion auch fast bis zum Ende des Senders an ca. 27-28 Tagen pro Monat bzw. an ca. 80 Stunden pro Woche im Sender war. Durch meine freiwillig so lange Anwesenheit in fast allen Nächten kam es dann zu dem Phänomen, dass die anderen Mitarbeiter im Sender mich morgens begrüßten und sich abends von mir verabschiedeten, dadurch entstand der ironische Ausspruch ich wäre immer da und würde im Sender wohnen. Und da ich zudem zu den Allround-Mitarbeitern des Sendern zählte, immer gerne bei Problemen aller Art gerufen wurde, mich auch immer in alles eingemischt habe und scheinbar für alles und jedes zuständig war, lies sich meine Arbeitszeit auch irgendwann gar nicht mehr auf ein normales Maß reduzieren. (Ich habe es geliebt! Und wäre tatsächlich am Liebsten im Sender eingezogen! :-) )
Als dann in den Nächten von 0-2 Uhr jemand kostengünstiges für Tonregie und Aufnahmeleitung bei der interaktiven Live-Chat-Talk-Show "BTV4U chat_stream" gesucht wurde, habe ich angeboten dies "nebenher" auch noch zu machen, da ich ja ohnehin jede Nacht im Sender war. :-)
Nachdem ich auf diese Weise bereits frühzeitig von den Redakteuren/Formatentwicklern der Chat-Sendung erfahren hatte, dass diese noch eine Morningshow planten, habe ich mich natürlich auch dort eingemischt und an der Entwicklung der Show mitgearbeitet. Ursprünglich war geplant, dass die Sendung "BTV4U Morgenmuffel", aus Kostengründen komplett ohne Techniker produziert werden sollte. Die beiden Redakteure und Moderatoren sollten das Format jeden Morgen, von 6-9 Uhr, ganz alleine, nur mit 2 Amateurvideokameras, direkt aus dem Regieraum fahren. Ich bot an die Tonregie und die Aufnahmeleitung zu übernehmen, da ich ja wegen meines SAW-Jobs um diese Zeit ohnehin noch im Sender war. Da ich zudem (im Gegensatz zu den Moderatoren) die Erlaubnis des Produktionsleiters hatte die gesamte Studio-, Licht-, Kamera- und Tontechnik hochfahren und benutzen zu dürfen, ermöglichte meine Mitarbeit bei den Morgenmuffeln den Moderatoren nun auch das Verlassen des Regieraums und die Nutzung sämtlicher Studios, sämtlicher Technik und sogar das Bespielen von Fluren, Redaktionsräumen und Außenanlagen. Wir weiteten unseren Aktionsradius immer weiter aus, luden nach Belieben Gäste ein und machten in der Sendung einfach alles worauf wir Lust hatten. - Letztlich waren die BTV4U Morgenmuffel die technisch aufwändigsten Sendungen innerhalb der BTV4U-Ära. Wir bespielten in manchen Sendungen bis zu 5 Studios und Räume, dazu Flure und den Hof, mit bis zu 9 Kameras und 6 Mikrofonen. Und fast alles im Splitscreen um den Zuschauern immer 2 Bilder parallel zeigen zu können. (Und das alles nur mit 2 Moderatoren/Redakteuren und mir als Leitender Techniker, Kameramann, Tontechniker, Aufnahmleiter, Callcenter, Ablaufregisseur, Redaktionsassistenz und Dompteur. - Mein jeden Tag aufs Neue hübsch ordentlich zusammengestellter Ablaufplan wurde von den Moderatoren nur marginal berücksichtigt.) Manchmal skurril, häufig trashig, immer konzeptlos, täglich 3 Stunde live, mit allen Pannen unzensiert, oft von Müdigkeit übermannt, und alles auch backstage beobachtet und begleitet von permanentem Zuschauer-Feedback via Telefon, SMS und Studiobesuchen. - 5000 Prozent Adrenalin pur!
Da ich nun schon mal irgendwie dauernd im Sender war, habe ich dann nebenher auch noch diverse neue experimentelle TV-Formate mitentwickelt und die Pilotsendungen dazu produziert. - Eine geile Zeit mit diversen nächtlichen SMS-Chat-Spezialsendungen und Morgenmuffel-XXL-Ausgaben (von 0 bis 9 Uhr live und fast ohne Pause!).
Achso, und nebenher habe ich noch im Alleingang die Stuttgarter Amateur-Soap "Glückliche Tage" komplett restauriert, überarbeitet, digital neu geschnitten und über die Morgenmuffel als Daily-Soap ganz dezent ins BTV4U-Programm eingefädelt.
Die vollständige und chronologische Terminliste aller meiner Tätigkeiten bei BTV4U gibt es hier zu sehen.

In meinem Lebenslauf liest sich das dann wieder ganz sachlich:

März 2003 - April 2003
Praktikum in Newsredaktion und TV-Produktion bei BTV4U, Ludwigsburg
(privater europaweiter TV-Sender)
Tätigkeiten: Mitarbeit bei EB-Einsätzen, dpa-Beobachtung und CvD-Assistenz, selbständige Erstellung des Wetterberichts und des Newsticker-Crawls

Mai 2003 - Dezember 2004
Stellvertretende Leitung der Sendeabwicklung, Sendetechniker, TV-Produktionstechniker, Playout Operator bei BTV4U, Ludwigsburg
(privater europaweiter TV-Sender)
Tätigkeiten: Sendeabwicklung (Sendeablauf-Planung, Playout-Programmierung, Sendeplan-Überwachung, Trailer-Planung). Leitung der SAW von 23-11 Uhr (incl. 10 Stunden Live-TV in dieser Zeit). Videoserver-Aufspielung, Formatwandlung, Mitschnittdienst, Homepage-, Crawl- und Videotext-Aktualisierung, Programmierung von Logfile-Analyse-Tools. Bedienung von Schaltraum, ATM, MAZ, Ü-Wagen und Studiotechnik. Technik-Benutzersupport, Einlernen von Aushilfen und Azubis, Mädchen für alles. Freiwillige regelmäßige Wochenarbeitszeit: 80 Stunden
(Kündigung wegen Einstellung des Sendebetriebs)

August 2003 bis Dezember 2004
Studio-Aufnahmeleiter, Tontechniker, Formatentwickler und Regisseur bei BTV4U, Ludwigsburg
(privater europaweiter TV-Sender)
Tätigkeiten: Mitarbeit im täglichen Produktionsbetrieb. Technische Leitung der Morningshow, sowie des Nacht- und Frühprogramms (25 h/Woche). Studio-Aufnahmeleitung, Ablaufregie, Bild- und Tonregie (35 h/Woche). Sende- und Studiotechnik auf- und abrüsten, kleinere Technikreparaturen. Formatentwicklung, Musikredaktion, Redaktionsassistenz. Vertretungsweise auch Studiokamera und Line Producer bei Call-In-Shows
(Kündigung wegen Einstellung des Sendebetriebs)

Mein Arbeitszeugnis von BTV4U

BTV4U-Sendungen an deren Produktion ich maßgeblich beteiligt war

BTV4U Morgenmuffel
Die interaktive Trash-Impro-Kult-Morningshow

 
Mein Arbeitsplatz bei den "Morgenmuffeln":
Die Tonregie bei BTV4U
Die BTV4U Tonregie

Eine absolut kultige und bis heute von keinem anderen TV-Sender erreichte interaktive Impro-Morningshow:
Die Sendung war ein Vorreiter der Impro-TV-Shows und eigentlich eine 3stündige Live-Stand-Up-TV-Show (Mo-Fr 6-9 Uhr), die im Blindflug, mit nur grobem Grundgerüst und bestehend nur aus zwei Redakteuren/Moderatoren und mir als Techniker sehr kostensparend produziert wurde. Durch eine durchgehende interaktive Zuschauerbeteiligung über SMS, Telefon und Studiobesuche, war es sowohl den Zuschauern als auch diversen Mitarbeitern des Senders möglich jederzeit in den Ablauf der Show einzugreifen. Die Sendung enthielt Nachrichten, Wetter, Sport, Boulevard, Talk, Musik (Live und von CD), Gäste, Kochen, Morgengymnastik, Musikvotings, eine Daily-Amateur-Trash-Soap, Modellautorennen und durch die spontane Improvisation noch vieles mehr.
Die Moderation erfolgte anfangs live aus der neuen Bildregie des Senders, da die Moderatoren auch für Bildregie, Kamera, Grafik und Zuspieler zuständig waren und man ihnen dabei live zuschauen konnte. Im Laufe der Zeit eroberten sich die BTV4U Morgenmuffel immer mehr Studio-Areal und -Technik. Deshalb wurde später auch aus diversen Studios, dem Studioflur, der Sendeabwicklung, dem Studiohinterhof, aus dem Foyer, dem Auto, der Toilette, dem Parkplatz oder aus einem aufblasbaren Swimmingpool gesendet. (Fast das gesamte Gelände des Senders konnte nach Lust und Laune bespielt werden.)
Eine Besonderheit der Sendung war auch das Splitscreen-Design: Das TV-Bild bestand meist aus 2 Fenstern (einem großen Hauptfenster, in welchem meist das Hauptbild und Einspieler gezeigt wurden und einen kleinen Fenster, welches oft für Backstage-Bilder oder eine zweite Kamera genutzt wurde). Zudem gab es ein Textfeld für diverse Text-Einblendungen, Votings, und SMS-Chat und eine Laufschrift mit aktuellen Verkehrsmeldungen. Die Zuschauer konnten live und backstage die Entstehung einer TV-Sendung mitverfolgen und interaktiv beeinflußen!
Durch die starke Zuschauerbeteiligung und die persönliche Zuschaueransprache, sowie das improvisierte Senden mit vielen Live-Pannen, hatten die Morgenmuffel einen sehr persönlichen Touch und entwickelten sich schon bald zu einem der Publikumslieblinge.

Die Sendung "BTV4U Morgenmuffel" erreichte im Jahr 2004 den 2. Platz beim Medienpreis der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) in der Kategorie TV-Unterhaltung.

Es gab die Show von 11. August 2003 bis Ende 2004. Da BTV4U damals seine Sendelizenz verlor, musste das Format eingestellt werden und wartet seitdem auf neue mutige und innovative TV-Sender.

Das gesamte Produktionsteam bestand nur aus 2 Redakteuren (Redaktionelle Vorbereitung, Moderation, Bildregie) und mir (Technische Leitung, Ablaufregie, Studio-Aufnahmeleitung, Tonregie, Studiotechnik, Call-Center, Musikredaktion, Studiotechnik-Auf-/Abbau/Betreuung, Sendeabwicklung, Redaktionsassistenz). Bei den "Morgenmuffeln" war ich zudem als Formatentwickler beteiligt.


Einen Werbetrailer der BTV4U Morgenmuffel gibt es hier.

BTV 4U chat_stream

Ein ebenfalls absolut kultiges und bis heute von keinem anderen TV-Sender erreichtes Format:
Eine interaktive Late-Night-TV-Chat-Show. 2 jugendliche Amateur-Moderatoren direkt aus der Zielgruppe sitzen auf einer Couch und machen Blödsinn, Smalltalk oder Lebensberatung. Miteinander und mit den Zuschauern, dank durchgehender Live-Zuschauerbeteiligung über SMS und Telefon. Klingt einfach, war aber überaus erfolgreich und hatte noch Monate nach seiner Einstellung einen sehr großen Freundeskreis.

Das Format war ebenfalls als absolutes Low-Cost-Format konzipiert und trotzdem schon bald eines der Publikumslieblinge mit extrem großer Zuschauerbindung. Bei "BTV4U chat_stream" habe ich anfangs vor allem Tonregie, Studio-Aufnahmeleitung und Studio-Technik gemacht. Später war ich auch noch als Formatweiterentwickler beteiligt.

Es gab die Show von 9. Juni 2003 bis Februar 2004. Da BTV4U im Februar 2004 seine Nachtschiene umgebaut hatte, musste das Format eingestellt werden und wartet seitdem auf neue mutige und innovative TV-Sender.

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