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Wahl der richtigen und sicheren Software
Grundsätzlich ist es immer sehr riskant, wenn auf einem Computer Betriebssystem, Office Paket, Internet Browser und Mailprogramm vom selben Hersteller stammen.
Viren, Trojanern, Würmern und auch ganz normalen Abstürzen wird dadurch Tür und Tor geöffnet!
Versuchen Sie möglichst immer, diese grundlegenden Elemente Ihres Computers von unterschiedlichen Herstellern zu beziehen.
Auf keinen Fall sollten Betriebssystem und Internetsoftware (Webbrowser/Mailprogramm) vom selben Hersteller sein oder gar Webbrowser und Mailprogramm direkt ins Betriebssystem integriert sein.
Webbrowser
Ein sehr guter, sicherer, stabiler, komfortabler, betriebssystemunabhängiger und zudem völlig kostenloser Open-Source Webbrowser ist zum Beispiel Firefox.
Mailprogramm
Ein sehr gutes, sicheres, stabiles, komfortables, betriebssystemunabhängiges und zudem völlig kostenloses Open-Source Mailprogramm ist zum Beispiel Thunderbird.
Office Paket
Ein sehr gutes, sicheres, stabiles, komfortables, betriebssystemunabhängiges und zudem völlig kostenloses Open-Source Office Paket ist zum Beispiel OpenOffice.
(Es unterstützt auch alle alten Office-Dateien.)
Bildbearbeitung
Eines der besten und professionellsten Bildbearbeitungsprogramme, welches es locker mit Profiprogrammen aufnehmen kann und zudem komplett OpenSource, betriebssystemunabhängig und kostenlos ist: GIMP
Betriebssystem
Wenn Sie sich einen neuen Computer zulegen wollen, dann denken Sie doch mal über ein neues Betriebssystem nach:
Ubuntu ist eine sehr gute, sehr sichere, sehr stabile, sehr komfortable, sehr einfache und zudem völlig kostenlose Open-Source Linux-Distribution.
Gute EDV-Grundkenntnisse sollten allerdings vorhanden sein.
Allgemeines
Installieren Sie niemals Software die Sie von unbekannten Quellen aus dem Internet heruntergeladen oder per Email erhalten haben.
Grundsätzlich gilt für alle Software-Installationen:
Installieren Sie nur wirklich notwendige Software, Spiele, PlugIns und Erweiterungen.
Fragen Sie sich vor der Installation immer: "Brauche ich das wirklich?"
Jede weitere Software und jedes weitere PlugIn ist eine potentielle weitere Angriffsstelle Ihres Computers.
(Und macht Ihren PC zudem langsamer und anfälliger für Abstürze.)
Wichtige Schutzprogramme
Ein Computer mit dem Betriebssystem Windows®, der zum Surfen im Internet verwendet wird, sollte zwingend über eine aktuelle Firewall und ein regelmäßig aktualisiertes Virenschutzprogramm verfügen.
Firewall
Ab Windows Vista® ist eine halbwegs brauchbare Firewall vorinstalliert.
Man sollte aber regelmäßig in der Konfiguration überprüfen, ob wirklich alle Programme, die dort eine Ausnahmeregelung haben, diese auch wirklich brauchen.
Ansonsten empfehle ich ZoneAlarm.
- Eine sehr gute Personal Firewall.
Die Basis-Version ist für den Privatgebrauch kostenlos.
Wer über einen Router ins Internet geht, sollte sich mit dessen Konfiguration vertraut machen und überprüfen, ob die Firewall auf dem Router auch aktiviert ist.
(Oft beim Kauf abgeschaltet.)
Virenschutzprogramm
Das Programm AntiVir PersonalEdition Classic ist ein gutes deutsches Virenschutzprogramm mit regelmäßigen kostenlosen Updates.
Die Basis-Version ist für den Privatgebrauch kostenlos.
Sichere Konfiguration
Wenn Sie ganz auf Nummer sicher gehen wollen:
Stellen Sie in Ihrem Webbrowser die Ausführung aktiver Webinhalte weitestgehend ab oder schränken Sie sie ein.
Firefox
Einstellungen -> Inhalt
Hier können Sie Java und JavaScript deaktivieren.
Tipp: Falls Sie JavaScript nicht vollständig deaktivieren wollen, weil das dazu führen kann, dass manche Webseiten nicht mehr richtig funktionieren, dann klicken Sie hier wenigstens auf den Button [Erweitert...].
Sie kommen dann zu den Erweiterten JavaScript-Einstellungen, hier empfiehlt es sich, alle Häkchen zu entfernen.
Prüfen Sie außerdem, ob Sie unnötige oder riskante Add-Ons installiert haben:
Extras -> Add-ons
Unter den Reitern "Erweiterungen" und "Plugins", sollten Dinge, wie zum Beispiel der "Microsoft .NET Framework Assistant", das "Silverlight Plug-In" oder das "Windows Presentation Foundation" Plug-In, aber auch "Google Update" und der "Google Updater" deaktiviert sein.
Auch andere Erweiterungen und PlugIns die mit ActiveX oder VBScript zu tun haben sollten deaktiviert werden.
Überhaupt sollte man sich regelmäßig die Frage stellen, ob man wirklich alles braucht, was hier installiert ist.
Eines der Add-Ons die man bei Firefox sehr empfehlen kann (aber eher für Nutzer mit etwas besseren PC-Kenntnissen) ist das Add-On "NoScript".
Diese blockiert im Default erst einmal alle potentiell gefährlichen Anwendungen und der Nutzer muss individuell freischalten, was er für sicher hält.
Zur Webseite der Firefox-Erweiterung NoScript
Internet Explorer
Systemsteuerung -> Internetoptionen -> Sicherheit
Hier sollte für die Internet-Zone die Sicherheitsstufe "Hoch" eingestellt sein.
Wer dadurch sein Surfverhalten als zu stark eingeschränkt empfindet, kann auf auf den Button [Stufe anpassen...] klicken und dann dort individuell einzelne Sachen einstellen.
Sicherheitshalber sollte hier alles was mit dem .NET Framework, mit ActivX, mit Skripting oder mit VBScript zu tun hat deaktiviert sein.
Warnung vor schlechten, unseriösen, unzuverlässigen und Abzocker-Webseiten
Zur Warnung vor Internetseiten die von anderen Internetbenutzern als unseriös, kritisch oder dubios eingestuft wurden gibt es das Add-On Web Of Trust (WOT).
Beim Surfen durch das Internet können die WOT-Nutzer Internetseiten in den 4 Kategorien Vertrauenswürdigkeit, Händlerzuverlässigkeit, Datenschutz und Jugendschutz beurteilen.
Das Durchschnittsergebnis wird allen anderen WOT-Nutzern in Form von farbigen Ringen in den Ampelfarben (grün, gelb, rot) angezeigt.
Bei besonders negativ beurteilten Webseiten und Abzockerseiten wird zudem ein großes deutliches Warnschild vorgeschaltet.
Für Firefox-Nutzer gibt es das Add-On WOT hier
Für IE-Nutzer gibt es das Add-On WOT hier
Anmerkung:
Dieses Add-On verlangt nach dem Installieren die Zustimmung zu einer Lizenz, Datenschutzbestimmungen und eine Registrierung.
Die Registrierung ist aber unnötig, hat nichts mit der Funktion des Add-Ons zu tun und dient nur dem zugehörigen (meines Erachtens unnötigen) Webportal.
Die Registrierung kann also (durch das rote Kreuzchen rechts oben) einfach abgebrochen werden.
Das Add-On funktioniert trotzdem!
Werbeblocker
Für den Webbrowser Firefox gibt es ein sehr gutes Add-On zum Blocken von Werbung auf Internetseiten:
Zur Webseite der Firefox-Erweiterung AdBlock Plus
Nach der Installation sollte man dies konfigurieren indem man in den Einstellungen von "AdBlock Plus" im Menü Filter -> Filter-Abonnement hinzufügen... einen der dort angebotenen deutschsprachigen Filter abonniert. (Kostenlos)
Datenschutz
Seien Sie grundsätzlich extrem vorsichtig, wenn Sie auf einer Webseite Ihre Daten (Name, Adresse, Email, Telefon, Bankdaten etc.) eingeben sollen!
Wer Ihre Daten will und sich nicht mit einem Pseudonym begnügt, hat immer etwas damit vor!
Passen Sie also auf:
Was ist das für eine Webseite?
Wer ist der Betreiber (Nachvollziehbare Daten im Impressum?) und wirkt er seriös?
Wozu braucht der Betreiber die Daten, braucht er Sie wirklich?
Gibt es irgendwo auf der Seite Kleingedrucktes, eine AGB, einen Sternchentext und was steht dort?
Niemand veranstaltet ein Gewinnspiel oder betreibt ein Bonuspunkteprogramm weil er ein guter Mensch ist!
Wer so was betreibt verfolgt damit immer irgendein Ziel und zumindest ein Adressensammeln für den Versand zukÜnftiger Werbemails.
Das Internet ist ein anonymes Medium, Sie wissen nie wer Ihnen gegenüber sitzt und ob Ihre Daten wirklich beim richtigen Empfänger ankommen.
Fragen Sie sich immer: "Würde ich diese Daten auf der Straße einer wildfremden Person anvertrauen? - Warum mache ich es dann im Internet?"
Achten Sie darauf, dass Webseiten die Ihre persönlichen Daten abfragen mit einer Verschlüsselung arbeiten.
(Schlüsselsymbol im Browser, Adresszeile des Browsers wird grün.)
Cookies
Cookies sind kleine Dateien die auf ihrem Computer gespeichert werden und Informationen über Sie, Ihre Daten, Ihre Passworte, Ihre Interessen und Ihr Surfverhalten enthalten.
Das kann zwar sehr praktisch sein, weil man bei manchen Internetseiten dann automatisch eingeloggt wird und sofort die passenden Werbebanner und Links präsentiert bekommt.
Allerdings sind Cookies aus Datenschutzgründen sehr kritisch, weil sie den Betreibern das langfristige personalisierte Protokollieren und Nachverfolgen Ihrer Interessen und Vorlieben ermöglichen.
Leider sind viele Webseiten heute mit komplett abgeschalteten Cookies nicht benutzbar, allerdings ermöglichen fast alle Webbrowser das automatische Löschen von Cookies beim Beenden des Browsers:
(Solange Cookies beim Beenden des Browsers gelöscht werden (sogenannte Sitzungscookies), sind sie relativ harmlos.)
Firefox
Einstellungen -> Datenschutz
Das Häkchen "Cookies akzeptieren" sollte angewählt sein.
Das Häkchen "Cookies von Drittanbietern akzeptieren" sollte nicht angewählt sein.
Im Feld "Behalten, bis:" sollte "Firefox geschlossen wird" ausgewählt sein.
Sollte es mit diesen Einstellungen doch mal irgendwo Probleme geben, dann kann man über den Button [Ausnahmen...] für einzelne Webseiten andere Einstellungen festsetzen.
Zusätzlich zu den normalen Webseiten-Cookies gibt es auch noch ein eigenes Cookie-System von Flash.
(LSO = Local Shared Objects genannt.)
Wer auf seinem Computer ein Flash-Plugin installiert hat, sollte deshalb auch immer ein Programm zum Verwalten und Löschen von Flash-Cookies (LSO) besitzen.
Für den Webbrowser Firefox sehr zu empfehlen ist hier das Add-On BetterPrivacy.
Zur Webseite der Firefox-Erweiterung BetterPrivacy
Nach der Installation sucht das Add-On normalerweise nach LSO-Dateien auf dem Rechner und konfiguriert sich meist selbst.
Trotzdem sollte man sicherheitshalber nachschauen (Menü: Extras -> BetterPrivacy), ob das Programm den Flash Daten-Ordner gefunden hat.
Internet Explorer
Systemsteuerung -> Internetoptionen -> Datenschutz
Hier sollte für die Internet-Zone die Sicherheitsstufe "Hoch" eingestellt sein.
Alternativ kann es aber auch sehr sinnvoll sein, diese automatischen Regelungen zu umgehen indem man auf den Button [Erweitert] klickt und dann im Fenster "Erweiterte Datenschutzeinstellungen" folgendes einstellt:
Das Häkchen "Automatische Cookiebehandlung aufheben" anwählen
"Cookies von Erstanbietern" - Annehmen
"Cookies von Drittanbietern" - Blocken
Das Häkchen "Sitzungscookies immer zulassen" anwählen
Jugendschutzfilter
Der weit verbreitete Webbrowser "Internet Explorer" bietet einen (leider recht unbekannten) aber guten Jugendschutzfilter.
Dieser basiert auf dem ICRA-System:
Dieses funktioniert sehr gut, deckt aber bisher nicht alle, sondern nur einen Teil aller Internetseiten ab.
Trotzdem als "Grundschutz" sehr gut!
Zu finden ist der Jugendschutzfilter im Internet Explorer allerdings recht schwer:
Extras -> Internetoptionen -> Inhalte -> Inhaltsratgeber
JugendSchutzProgramm
Ein sehr guter, kostenloser und deutschsprachiger Jugendschutzfilter der auch auf dem ICRA-System basiert und es um eine deutsche Filterliste ergänzt.
Parental Control Bar
Ein sehr guter, kostenloser und englischsprachiger Jugendschutzfilter der auch auf dem ICRA-System basiert und es um weitere Filterlisten ergänzt.
Google SafeSearch-Jugendschutzfilter
Google bietet die Möglichkeit seine Suchmaschine so zu konfigurieren, dass bei der Suche automatisch (fast) keine Seiten und/oder Bilder mit jugendgefährdendem Inhalt mehr gefunden werden.
Einfach in den Google-Einstellungen die Safe-Search-Funktion aktivieren.
Sichere Emails und Schutz vor Spam
Verschicken Sie möglichst wenige Emails mit Attachment/Anhang!
Besonders ausführbare Dateien (Endungen: .exe .com .bat .vbs) und Office Dateien (Endungen: .doc .dot .xls .pps .ppt) sind extrem anfällig für Viren.
Emails mit Anhängen belasten zudem das Internet sehr stark!
Seien Sie sehr vorsichtig beim Öffnen von Email-Anhängen!
Besonders dann, wenn es sich bei den Anhängen um ausführbare Dateien (Endungen: .exe .com .bat .vbs) oder Office Dateien (Endungen: .doc .dot .xls .pps .ppt) handelt.
Und: Öffnen Sie grundsätzlich keine Anhänge von unbekannten Absendern!
Schreiben Sie möglichst keine HTML-formatierten Emails.
In der Mailprogamm-Konfiguration einstellen: Plain-Text-Mails
Verwenden Sie auf Ihrer Homepage, in Foren, in Blogs, im Chat, in Gästebüchern und ähnlichen Web 2.0 Anwendungen keine mailto:-Links und niemals Ihre Haupt-Emailadresse.
Vermeiden Sie also das direkte Einbinden Ihrer Emailadresse in Webseiten.
Dies reduziert Werbemails deutlich!
Benutzen Sie wann immer möglich Formmailer und anonyme Email-Adressen.
Ihre Haupt-Emailadresse sollten Sie nur bei guten Freunden und Geschäftspartnern verwenden.
Beantworten, Öffenen und Lesen Sie keine Werbemails!
Nutzen Sie NICHT die in Werbemails angebotene Remove-Möglichkeit.
(Die Remove-Funktion in Werbemails dient in Wirklichkeit der Verifizierung Ihrer Email-Adresse.)
Löschen Sie Werbemails immer sofort!
Leiten Sie grundsätzlich keine Virenwarnungen weiter, insbesondere dann nicht, wenn Sie in der Virenwarnung zum Weiterleiten aufgefordert werden!
Namhafte und seriöse Computerfirmen verschicken grundsätzlich keine Massenmails mit Virenwarnungen und Bitte um Weiterleitung!
Solche Virenwarnungen sind grundsätzlich immer falsch.
Allgemeines
Natürlich ist es verständlich, dass Sie einige dieser Sicherheithinweise für subjektiv oder überzogen halten und manche dieser Hinweise das "Surfvergnügen" schmälern.
Letztlich muss jeder Internet-User selbst entscheiden, wie wichtig ihm seine Sicherheit ist oder ob er aus Gründen der Bequemlichkeit oder der Optik lieber einzelne Sicherheitslücken in Kauf nehmen will.
Beachten Sie bitte auch meine Linktipps zu weiteren Texten und Software rund um das Thema Internet und Sicherheit.
Der Autor dieser Webseite
Thomas Numberger, Jahrgang 1972.
Studium Bibliothekswesen und Medienwissenschaften.
Interessiert an praktischen Kommunikationswissenschaften und angewandtem Informationsmanagement.
Seit 1981 Autor und Texter.
Seit 1994 Online-Redakteur und Webmaster.
Seit 1995 bei Kino-, Film- und Fernsehen tätig. (Technik, Regie, Aufnahmeleitung und vieles mehr.)
Seit 1996 im Eventmanagement tätig.
Seit 1997 als Künstlermodell und Komparse im Einsatz, sowie wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Thema Nacktheit.
Seit 2004 als Wanderführer tätig.
Arbeitet fast nur im nicht-kommerziellen, gemeinnützigen und ethisch-moralisch korrekten Bereich und sucht sich seine Auftraggeber sehr genau aus.
Daher schlägt er sich meist mit schlecht bezahlten Aushilfsjobs, mehr schlecht als recht, durch.
Wird, immer wieder Mal, von einigen wenigen netten Spendern finanziell unterstützt. - Danke!
Urheber- und Nutzungsrecht
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Die aktuelle und ungekürzte Originalversion dieses Textes, sowie weitere Infos finden Sie unter: http://www.thomas-numberger.de/text/
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