Wie wird man Aktmodell?
Welche Arbeitsbereiche gibt es für Aktmodelle?
Was verdient man als Aktmodell und wie hoch ist die übliche Bezahlung von Aktmodellen?
Wie kommt man an Jobs als Aktmodell und wie hoch sind die Chancen an Aktmodelljobs zu kommen?


Was verdient man als Aktmodell, wie hoch ist die übliche Bezahlung und kann man davon leben?

Die heute übliche Gage für Aktmodelle bei künstlerischem Aktzeichnen, Aktmalen, Aktmodellieren, Aktfotografie und Bodypainting

Die durchschnittlichen Stundensätze für Künstlermodelle in Baden-Württemberg liegen derzeit (3. November 2019) bei:
Diese Durchschnittswerte basieren auf den Daten mir bekannter Veranstaltern, vorrangig aus den Großraum Stuttgart, Ludwigsburg, Heilbronn, Esslingen, Pforzheim, Karlsruhe, Schorndorf, Plochingen und einzelnen Städten außerhalb Baden-Württembergs.

Das hört sich im ersten Moment recht gut an. - Man muss aber bedenken, dass Modelljobs meist nur sehr kurz dauern (üblicherweise 2-3 Stunden), man also entsprechend auch nur wenig bezahlt bekommt (üblicherweise 30-60 Euro pro Auftrag, selten mehr). Dazu kommen ständig wechselnde Arbeitsorte und daraus resultierende lange Fahrzeiten und hohe Fahrtkosten (welche meist nicht bezahlt werden). Und üblicherweise bekommt man als Modell auch nur wenige Jobs pro Auftraggeber und Jahr, und auch dies nur, wenn man zeitlich und räumlich sehr flexibel ist. (Die Arbeit als Modell ist mit einem geregelten Hauptberuf oft nur schwer zu vereinbaren.) Wer zudem nicht nur gelegentlich als (Hobby-)Modell arbeitet, sondern es regelmäßig betreibt, muss ein Gewerbe anmelden und entsprechend hohe Steuern und Sozialabgaben bezahlen.

Nach Abzug aller Kosten bleiben daher oft nur wenige Euro Nettolohn übrig.

Grundsätzlich muss man wissen, dass es nur für junge attraktive Frauen, mit großer räumlicher und zeitlicher Flexibilität, sowie einer möglichst großer Freizügigkeit, ausreichend viele und gut bezahlte Jobangebote gibt um ein halbwegs erträgliches Einkommen zu erzielen. Für Frauen über 35 Jahren und Männer aller Altersstufen eignet sich die Arbeit als Aktmodell dagegen nur als gelegentliches Hobby, da hier die Einnahmen üblicherweise bestenfalls die Ausgaben decken.

Wie wird man Aktmodell, welche Arbeitsbereiche gibt es, wie kommt man an Jobs und wie hoch sind die Chancen?

Die Arbeitsbereiche für Aktmodelle sind sehr breit und vielfältig. Je nach Alter, Geschlecht, Freizügigkeit und Interessen gibt es verschiedene Einsatzbereiche:

Modell für Aktzeichnen, Aktmalen und Aktmodellieren

Jobchancen:
Für Frauen zwischen 18 und 35 sehr gut, für Frauen über 35 und Männer zwischen 18 und 40 gut, für Männer über 40 ausreichend.

Anforderungen:
Besondere Anforderungen oder Vorerfahrungen sind nicht notwendig. Man sollte mit seinem Körper und seiner Nacktheit im Reinen sein, locker und unverklemmt damit umgehen und weder zu eitel noch zu exhibitionistisch veranlagt sein. Es werden nicht nur attraktive Menschen, sondern alle Arten und Typen (gerne auch mit kräftigerem Körperbau oder körperlichen Besonderheiten) gesucht.

Jobsuche:
Jobs sind in diesem Bereich relativ leicht zu bekommen, da fast jede Volkshochschule, Kunstschule, Designschule, Mappenschule, Kunstakademie, Architektur-Universität, Künstlergruppe, Kunstverein etc. immer wieder mal neue Aktmodelle sucht. - Adressen von entsprechenden Veranstaltern findet man im Netz oder im Telefonbuch.
Die Jobs werden üblicherweise nur regional begrenzt vergeben. Bewerbungen sind daher nur bei Veranstaltern im Umkreis von ca. 50 km um den eigenen Wohnort sinnvoll.
Und grundsätzlich ist für die Jobsuche auch mein kostenloser Newsletter für Aktmodelle und nackte Komparsen sinnvoll.

Vorteile:
Aktzeichnen, Aktmalen und Aktmodellieren findet meist in geschlossenen Räumen, ohne Zuschauer, ohne Foto-/Videoaufnahmen, also in kleinem Rahmen statt. (Also fast ohne Zeugen oder Beweise und ohne dass viele Leute davon erfahren.) Außerdem geht es bei Aktzeichnen, Aktmalen und Aktmodellieren meistens eher gesittet und teilweise sogar etwas spießig zu, also mit eher dezenter und natürlicher Nacktheit.

Nachteile:
Die Bezahlung ist normalerweise eher gering.

Modell für (professionelle) Aktfotografie

Jobchancen:
Für Frauen zwischen 18 und 35 sehr gut, für Frauen über 35 und Männer zwischen 18 und 40 nur bei weit überdurchschnittlicher Attraktivität ausreichend, für Männer über 40 so gut wie keine.

Anforderungen:
Für Aktfotografie ist vor allem ein relativ attraktives und gepflegtes Äußeres wichtig. Man muss zwar kein Topmodell sein, sollte aber auch nicht total unansehnlich oder unfotogen sein. Man sollte mit seinem Körper und seiner Nacktheit im Reinen sein und locker und unverklemmt damit umgehen. Wichtig ist auch, dass man sehr gerne vor der Kamera steht, sich dort wohl fühlt und sich gerne inszenierst.

Jobsuche:
Jobs gibt es hier besonders bei Fotografen die Aktfotografie-Workshops anbieten, aber auch bei vielen freien Fotografen. Adressen von entsprechenden Fotografen und Aktfotografie-Workshops findet man recht gut im Netz.
Eine sehr gute Plattform ist hier auch die Webseite model-kartei.de
Und grundsätzlich ist für die Jobsuche auch mein kostenloser Newsletter für Aktmodelle und nackte Komparsen sinnvoll.

Vorteile:
Die Bezahlung ist meistens deutlich besser als beim Aktzeichnen, Aktmalen und Aktmodellieren. Und manchmal kommen bei solchen Workshops und Shootings sehr schöne und erotische Fotos von Euch heraus, welche Ihr auch selbst behalten dürft.

Nachteile:
Ihr müsst Euch im Klaren sein, dass Ihr bei Aktfoto-Workshops meist eine Horde von 5-10 (hauptsächlich männliche) Fotografen habt, welche Euch von allen Seiten umfassend und detailliert knipsen und manchmal recht anspruchsvoll und auch anstrengend sind. (Trotzdem immer freundlich bleiben und lächeln...) Außerdem gibt es hinterher zahlreiche (mehr oder weniger schöne) Nacktfotos von Euch, welche, wenn sie erst einmal in der Welt sind, oft nur noch schwer zu kontrollieren sind. Die meisten Fotografen wollen ihre Fotos hinterher veröffentlichen, Ihr müsst daher damit leben können, dass zwangsläufig irgendwann Nacktfotos von Euch irgendwo in der Öffentlichkeit auftauchen.
Bei der Arbeit für Aktfotografie und Aktfoto-Workshops solltet Ihr Euch grundsätzlich vorher einen Vertrag von jedem Fotografen geben lassen, in welchen klar geregelt ist ob, wo und wie die Fotos hinterher veröffentlicht werden dürfen und ob Ihr sie auch verwenden dürft.

Modell für Bodypainting

Jobchancen:
Für Frauen zwischen 18 und 35 sehr gut, für Frauen über 35 und Männer zwischen 18 und 40 nur bei weit überdurchschnittlicher Attraktivität ausreichend, für Männer über 40 so gut wie keine.

Anforderungen:
Auch hier ist ein eher attraktives und fotogenes Äußeres wichtig. Man sollte mit seinem Körper und seiner Nacktheit im Reinen sein, locker und unverklemmt damit umgehen und nicht zu eitel sein. Außerdem sollte man keine Scheu vor Menschen haben, da Bodypainting meist in der Öffentlichkeit, vor Publikum, bei Veranstaltungen und Messen stattfindet.

Jobsuche:
Jobs sind relativ schwer zu finden, vieles läuft über Kontakte. Adressen von entsprechenden Bodypaintern findet man aber recht gut im Netz.
Und grundsätzlich ist für die Jobsuche auch mein kostenloser Newsletter für Aktmodelle und nackte Komparsen sinnvoll.

Vorteile:
Die Bezahlung ist meist sehr gut.

Nachteile:
Da Bodypainting fast immer in der Öffentlichkeit, vor sehr vielen Zuschauern und teilweise auch in Anwesenheit von Presse stattfindet, gibt es immer sehr viele Zuschauer die mit Handys und Kameras Aufnahmen machen und hinterher ins Netz stellen. Man kann also davon ausgehen, dass zahlreiche Fotos und Video der Aktion im Internet oder in den Medien auftauchen auf denen man als Modell erkannt wird.

Modell für private Künstler / Hobbyfotografen

Jobchancen:
Für Frauen zwischen 18 und 35 sehr gut, für alle anderen so gut wie keine.

Anforderungen:
Dies ist ein recht grenzwertiger Bereich, junge weibliche Aktmodelle werden aber regelmäßig (meist von mehr oder weniger guten männlichen Auftraggebern) nach solchen Sachen angefragt. Wichtig ist hierfür meist ein überdurchschnittlicher Exhibitionismus, eine sehr große Freizügigkeit, auch im Bereich Erotik und Pornografie. (Optimalerweise Spaß daran.)

Jobsuche:
Jobs findet man meist über entsprechende Erotikforen im Netz. Junge weibliche Aktmodelle werden aber automatisch mit der Zeit immer wieder beim Aktzeichnen, Aktmalen, Aktmodellieren oder Aktfotografieren von entsprechenden Männern angesprochen.
Daher ist grundsätzlich auch mein kostenloser Newsletter für Aktmodelle und nackte Komparsen, zumindest zur Kontaktaufnahme in die Branche, sinnvoll.

Vorteile:
Die Bezahlung ist meist sehr gut.

Nachteile:
Grenzwertig ist dieser Bereich deshalb, weil das Modell hier meist mit einzelnen Herren alleine arbeitet und weil es thematisch sehr oft um erotische, freizügige und manchmal auch pornografische Sachen geht. - Wie gesagt, die Bezahlung ist hierbei oft sehr verlockend, aber es wird dann meist erwartet, dass das Modell vor (und teilweise auch hinter) der Kamera sehr weit geht.

Modell für (künstlerische) Performances

Jobchancen:
Schwer zu beurteilen, da je nach Aktion sehr stark schwankend. Grundsätzlich aber für Frauen zwischen 18 und 35 meist sehr gut, für Frauen über 35 und Männer zwischen 18 und 40 eher ausreichend, für Männer über 40 eher gering.

Anforderungen:
Diese Aktionen sind oft sehr spektakulär, fordern aber auch fast immer viel Mut und Überwindung. Man sollte in jeder Hinsicht extrem experimentierfreudig sein und Spontanität kann nicht schaden. Berührungsängste und Scheu vor Menschen sollte man keine haben, da die Aktionen fast immer in der Öffentlichkeit, vor Publikum und mit anderen Modellen stattfinden. Ein wenig Exhibitionismus (aber auch nicht zu viel) kann auch nicht schaden. Dafür kann man aber auch absolut ungewöhnliche Dinge erleben, seinen Körper/Nacktheit/Sexualität in völlig ungewöhnlicher Weise erleben und Dinge tun die andere Menschen niemals in ihrem Leben machen werden. (Da gibt es wirklich nichts was es nicht gibt. - Beispiele unter meinen Referenzen.)

Jobsuche:
Es ist fast unmöglich direkt an solche Performances dran zu kommen oder nach ihnen zu suchen, da sie fast immer sehr kurzfristig und spontan organisiert werden. - Das läuft meist über Kontakte und langjährige Arbeit als Aktmodell an zahlreichen Kunstschulen und besonders Kunstakademien.
Und auch mein kostenloser Newsletter für Aktmodelle und nackte Komparsen wird für solche Aktionen sehr gerne genutzt.

Vorteile:
Wenn man sehr experimentierfreudig ist, spektakuläre Dinge erleben möchte, Sachen machen will die man sonst niemals tun würde und Spaß an sehr ausgefallenen Kunstaktionen hat sind solche Performances immer wieder sehr interessant. Die Bezahlung ist unterschiedlich, bei kommerziellen Veranstaltungen relativ gut, bei nicht-kommerziellen Veranstaltungen aber auch teilweise ohne Gage.

Nachteile:
Da solche Performances sehr oft (aber nicht immer) in der Öffentlichkeit, vor vielen Zuschauern und teilweise auch in Anwesenheit von Presse stattfindet, gibt es immer viele Zuschauer die mit Handys und Kameras Aufnahmen machen und hinterher ins Netz stellen. Man kann also davon ausgehen, dass Fotos und Video der Aktion im Internet oder in den Medien auftauchen auf denen man wahrscheinlich als Modell erkannt wird. Aber selbst wenn die Aktionen in kleinerem Kreis stattfinden werden oft zumindest Fotos oder Videos gemacht, und man muss vorher abklären inwieweit diese Aufnahmen hinterher veröffentlicht werden.

Nackte Komparsen beim Film

Jobchancen:
Für Frauen zwischen 18 und 35 sehr gut, für Frauen über 35 und Männer zwischen 18 und 40 gut, für Männer über 40 ausreichend.

Anforderungen:
Besondere Anforderungen oder Vorerfahrungen sind nicht notwendig. Man sollte mit seinem Körper und seiner Nacktheit im Reinen sein, locker und unverklemmt damit umgehen und weder zu eitel noch zu exhibitionistisch veranlagt sein. Es werden nicht nur attraktive Menschen, sondern alle Arten und Typen (teilweise auch mit körperlichen Besonderheiten) gesucht. Außerdem sollte man keine Scheu vor Menschen haben, da Dreharbeiten teilweise in der Öffentlichkeit oder zumindest vor zahlreichen Zuschauern (Filmteam) stattfinden.

Jobsuche:
Jobs sind sehr selten und nur sehr schwer zu bekommen. Die Besetzung erfolgt zudem meist sehr kurzfristig. Man kann sich als allgemeiner Komparse (auch für Rollen mit Kleidung) bei zahlreichen Castingagenturen bewerben und hoffen, dass dort irgendwann auch mal eine Nacktrolle darunter ist. Der meines Wissens einzige Ort, wo man sich gezielt und spezialisiert auf den Einsatzbereich nackter Komparse/Statist/Kleindarsteller bewerben und vermitteln lassen kann ist mein kostenloser Newsletter für Aktmodelle und nackte Komparsen.

Vorteile:
Man bekommt einen interessanten Einblick in Filmdreharbeiten, kommt teilweise mit bekannten Schauspielern zusammen und teilweise ist es auch recht spaßig.
Bei kommerziellen und großen Filmen ist die Nacktheit oft (aber nicht immer) eher spießige und dezent, dafür aber relativ gut bezahlt. Bei studentischen Filmproduktionen geht es dagegen oft wesentlich wilder und spannender zu, dafür werden hier aber oft nur die Unkosten erstattet, aber keine Gage.

Nachteile:
Bei Komparsen und Statisten kann man vorher meist nicht genau sagen, ob und wie sie hinterher im fertigen Film zu sehen sind und ob sie im Film erkannt werden können oder anonym bleiben. Man sollte aber immer damit rechnen, dass man erkannt werden kann.

Kostenlose Job-Newsletter für Aktmodelle und (nackte) Komparsen

Ich würde jedem, der an einem der obigen Bereiche interessiert ist, auf jeden Fall empfehlen sich bei meinem Newsletter anzumelden. - Das ist komplett kostenlos, unverbindlich und risikolos. - Dann informiere ich Euch zukünftig automatisch über Modelljobs.

Mein kostenloser und nicht-kommerzieller Newsletter für Aktmodelle und nackte Komparsen.

Und wer auch mal als Komparse mit Kleidung arbeiten möchte, dem empfehle ich zusätzlich noch meinen kostenlosen und nicht-kommerziellen Newsletter für angezogene Komparsen.

Der Autor dieser Webseite

Thomas Numberger, Jahrgang 1972, aufgewachsen als YPS-Leser und Computer-Kid in den 1980ern.
Studium Bibliothekswesen und Medienwissenschaften.
Schwerpunkte: Medienwissenschaften, Kommunikationswissenschaft, Geschichte, Funktionsweise, Konzeption, Aufbau und Betrieb von Massenmedien, Medien- und Eventmarketing, Informationstechnik, Medientechnik, analoger und digitaler Videoschnitt, Redaktion, Texten, Medienrecht, Informationswissenschaft, Webpublishing und Webprogrammierung, Aufbau und Administration von Internetservern
Seit mehreren Jahrzehnten im Medien-, Internet-, Foto-, Film- und TV-Bereich tätig.

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