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Sie wollen also wissen, warum ich das mache?
Nacktfotos im Internet!
Noch dazu meine eigenen!
Igitt!!!
So reagieren manche Leute wenn sie zum ersten Mal von diesen Seiten und den Fotos darauf erfahren.
Trotzdem gehören gerade diese Seiten zu den zugriffsstärksten auf meinem Server.
Nachfolgend habe ich versucht meine Geschichte als Aktmodell möglichst vollständig und wahrheitsgemäß wiederzugeben.
Ich versuche nicht allzuviel zu beschönigen, und Dinge an die ich mich nicht mehr hundertprozentig erinnern kann, halbwegs sinngemäß zu schildern.
Ein langer Text, aber interessant für alle die schon immer mal wissen wollten: "Warum macht der das?"
Für diejenigen die Kurzfassungen lieben:
Wirklich hundertprozentig erklären lässt sich meine Motivation wohl nicht.
Irgendwie bin ich 1997 eher unbeabsichtigt (und ohne das Ziel es dauerhaft zu machen) reingerutscht und es hat mir Spaß gemacht.
Als mein (damals nur gelegentliches) Hobby dann öffentlich bekannt wurde, wurde ich dafür (an meiner Hochschule, im Freundeskreis und auch über das Internet) teilweise massiv kritisiert und beschimpft.
Aus Trotz gegen die zahlreichen Kritiker habe ich mein Hobby demonstrativ professionalisiert und ausgeweitet.
Dadurch hat es sich dann erst recht herumgesprochen, dass ich das Modellstehen wohl recht gut mache.
Letztlich waren es eigentlich meine Kritiker der Jahre 1997 bis 1999 an meiner Hochschule und im Freundeskreis die dazu geführt haben, dass ich seit 1999 beruflich als Aktmodell arbeite.
Ich bin zwar immer noch sehr schüchtern, das Aktmodellstehen macht mir aber wirklich richtig viel Spaß.
(Irgendwie fühle ich mich, wenn ich nackt bin, wie ein kleines Kind, das nackt und völlig unbefangen im Sandkasten spielt.
Deshalb kann ich wahrscheinlich auch nicht nachvollziehen was viele (erwachsene) Menschen an dem Thema so anstößig finden.)
Außerdem mag ich Kunst und Künstler, genieße es mich mit ihnen zu umgeben und sie zu unterstützen.
Selbst bin ich aber leider nicht so zum Künstler geeignet, also unterstütze ich eben andere Künstler.
Schwer zu sagen, warum ich das Aktmodellstehen wirklich mag.
Es ist irgendwo eine Mischung aus kindlichem Spaß, Neugierde, Experimentierfreude, Kunstinteresse, Erotik und Geld verdienen.
Vorgeschichte
Eigentlich wäre ich ohne meine Hochschule, die ehemalige HBI Stuttgart (Hochschule für Bibliotheks- und Informationswesen), nie Aktmodell geworden.
Zahlreiche Studentinnen und der Verwaltungsdirektor der HBI haben mich (ohne es zu wissen) dazu verleitet.
Irgendwann war ich dann plötzlich (eigentlich ohne es anfangs zu wollen) Aktmodell.
Aber inzwischen hat sich daraus eine große Leidenschaft entwickelt, und ich bin heute nicht nur Aktmodell, sondern auch Aktkunst-Organisator, Aktmodell-Berater, Vermittler und Kämpfer für die Rechte von Aktmodellen.
Zu meiner Person selbst
Ich bin eigentlich ein eher schüchterner und zurückhaltender Mensch.
Ich würde behaupten, dass ich im Gegensatz zu anderen Männern sehr viel weniger sexuell interessiert bin.
Ich stehe eher auf Kuscheln und lange Gespräche und baggere grundsätzlich keine Frauen an.
(Habe aber auch kein Gespür dafür wenn ich angebaggert werde.)
Bis heute (ich bin 37 Jahre alt, Stand: Dezember 2009) hatte ich noch keine Beziehung, weder zu einer Frau, noch zu einem Mann.
Kurzum: Ich bin ein Softie. :-)
Vom ersten Eindruck her würde man mich wohl eher als spießig und konservativ einschätzen.
Was aber absolut nicht stimmt, mir ist das einfach alles egal.
Ich kümmere mich nicht um oberflächliche Reize und versuche auch selbst keine auszusenden.
Eigentlich hab ich einfach keine Lust mir ständig darüber Gedanken zu machen, wie ich auf andere wirke und dann irgendeine Show abzuziehen.
Ich bin halt wie ich bin: extrem ehrlich, sehr direkt, offen und unverstellt, und lege keinen Wert darauf bei irgendwehm irgendwie anzukommen.
Ich habe mich sehr für Homosexuelle und Frauenrechte eingesetzt und habe teilweise eine vollkommen andere Einstellung zu den Themen Sex und Nacktheit als die meisten Menschen.
Ich rede offen und frei (teilweise fast naiv) über Sexualpraktiken und habe mir dabei eigentlich, bevor der ganze Rummel an der HBI und im Internet begonnen hat, auch nichts gedacht.
Aber auf die Idee als Aktmodell zu arbeiten wäre ich wirklich nie gekommen, zumal ich mich selbst auch nicht als besonders attraktiv einstufen würde.
Wie ich durch die HBI zum Aktmodell wurde
Kapitel 1
Ich fotografiere schon sehr lange Eisenbahn- und Landschaftsmotive.
Im Frühjahr 1997 kam ich auf die Idee das Thema romantische Landschaft mit Aktfotografie zu kombinieren.
Naiv wie ich in solchen Sachen bin, begann ich einfach damit verschiedenen Frauen in meinem Umfeld zu fragen, ob sie Lust hätten für mich als Aktmodell zu modeln.
Leider hatte ich damit wenig Erfolg und konnte einfach kein Aktmodell finden.
Als ich dann eines Tages eine Studentin meiner damaligen Hochschule, der HBI in Stuttgart, fragte, erhielt ich zur Antwort: "Ja würdest Du Dich denn für eine Fotografin nackt ausziehen?"
Ohne darüber nachzudenken und naiv wie ich war, antwortete ich spontan: "Ja klar, warum denn nicht?"
Tja und so entstanden dann meine ersten Aktfotos.
Aber nicht wie geplant mit mir als Fotografen und der HBI-Studentin als Modell, sondern umgekehrt mit mir selbst als Aktmodell.
Eigentlich hätte dies ein einmaliges Erlebnis bleiben sollen.
Es war weder geplant weitere Aktfotos von mir zu machen, noch war geplant die Aktfotos von mir irgendwann zu veröffentlichen.
Kapitel 2
Da ich an der HBI immer sehr engagiert war, für den AStA arbeitete, Partys und Filmnächte organisierte usw., war ich es auch der im Sommer 1997 die Herausgabe eines Jahrbuchs für meinen Studienjahrgang vorantrieb.
Als einer der vier Redakteure dieses Jahrbuchs saß ich eines Abends mit einer der Redakteurinnen zusammen.
Wir waren etwas davon enttäuscht, dass die meisten Studenten unseres Jahrgangs nur langweilige Bewerbungsfotos und Passbilder von sich eingereicht hatten.
So beschlossen wir, dass wenigstens von der Redaktion und uns beiden etwas witzigere und unerwartetere Fotos ins Jahrbuch kommen sollten.
Eigentlich hatten wir zuerst an Babyfotos gedacht.
Beim Blättern durch die Fotos meiner Mitredakteurin Britta fiel mir dann ein sehr schönes verträumtes Aktfoto von ihr auf, welches ihr damaliger Freund eines morgens beim Aufwachen von ihr geschossen hatte.
Ich schlug ihr vor dieses Bild als besonderen Gag in unserem Jahrbuch aufzunehmen.
Sie war eher etwas abgeneigt und meinte, ich würde mir schließlich auch nicht getrauen Aktfotos von mir zu veröffentlichen.
Um sie zu überzeugen machte ich kurzerhand mit dem Selbstauslöser meiner Kamera ein paar schnelle witzige Aktfotos von mir und präsentierte diese einige Tage später meiner Redaktion.
Ich dachte mir, dass diese Bilder bestimmt ein witziges Geschenk für die vielen sehr nette Studentinnen meines Studienjahrgangs sein würden.
Zumal ich auch wusste, dass die meisten Leute davon sehr überrascht sein würden, weil man mir so was nicht zugetraut hätte.
Um das ganze dann noch auf die Spitze zu treiben, organisierte ich noch ein witziges nacktes Redaktions-Sitzungs-Making-Of.
(Die Aktfotos von mir und meiner Mitredakteurin, sowie die Nackte-Redaktion-Fotos sind in unserem Abschluss-Jahrbuch und auf der Webseite unseres Jahrgangs zu finden.)
Eigentlich war ich davon ausgegangen, dass das Aktfoto von mir im Jahrbuch ein netter Gag sein würde welcher die Leute einmalig überraschen und nett amüsieren sollte.
Weitere Aktfotos oder Veröffentlichungen waren nicht geplant.
Kapitel 3
Ich war ziemlich erstaunt über die Reaktionen meiner Mitstudenten.
Statt das Ganze als einmaligen Gag zu verstehen, erhielt ich bereits innerhalb weniger Tage sehr viele Anfragen, ob es denn noch weitere Aktfotos von mir und meiner Redakteurin geben würde.
Nachdem mir die dauernde Fragerei und das Vorzeigen der übrigen Bilder zu nervig wurden, baute ich kurzerhand eine einfache Webseite mit allen verfügbaren Aktfotos von mir und stellte diese im Intranet der HBI frei zur Verfügung.
Dank ausgereifter Mund-zu-Mund Verbreitungsmethoden und der hochqualifizierten bibliothekarischen Lästermentalität an der HBI hatten sich die Fotos dann in kürzester Zeit an meiner Hochschule herumgesprochen.
Die Zugriffszahlen waren schon alleine innerhalb der HBI in kurzer Zeit sehr hoch.
Eines Tages mailte mich dann eine mit mir gut befreundete Studentin der HBI (Piranja, Du bist gemeint) von zuhause an und bat mich darum, die Webseite mit meinen Aktfotos auch für das Internet freizuschalten, damit sie die Fotos auch zuhause ihrer Mutter und ihren Freunden zeigen konnte.
Ich öffnete den Zugriff auf die Galerie für das gesamte Internet und vergaß dummerweise (das ist wirklich wahr!) diesen Zugang einige Tage später wieder zu schließen.
Ohne dass ich selbst jemals für die Webseite mit meinen Aktfotos Werbung gemacht hatte und ohne, dass ich die Webadresse irgendwo verlinkt hatte sprach sich die Adresse im Laufe von ein paar Monaten zuerst an der HBI, dann in diversen Stuttgarter Studentenwohnheimen und zum Schluss wohl im gesamten Internet herum.
Die Zugriffszahlen stiegen von Woche zu Woche immer stärker an, per Email kamen immer öfters Kommentare und Wünsche für weitere Fotos bei mir an.
Ich selbst stand eigentlich nur noch daneben und war perplex wegen der riesigen Zugriffszahlen und der Reaktionen auf meine doch eigentlich ziemlich simplen Aktfotos.
Ich selbst bin wohl der Einzigste, der niemals damit gerechnet hätte, dass so ein paar harmlose und wirklich einfache Bilder eine solche Popularität und so hohe Zugriffszahlen bekommen könnten.
Trotzdem dachte ich nicht im Traum an eine Erweiterung meiner Webseite oder an die Herstellung weiterer Aktfotos von mir.
Kapitel 4
Irgendwann kam ich nicht mehr darum herum den vielen immer stärker werdenden Wünschen zu entsprechen und die Webseite umzubauen, professioneller zu gestalten und zu erweitern.
Anfangs mangelte es mir aber noch an Aktfotos von mir selbst (da es eben bisher nur die zwei oben genannten Fotoshootings mit mir gegeben hatte).
Weitere süße Aktfotos von mir entstanden dann aber irgendwann per Selbstauslöser als Geschenk für eine mit mir sehr gut befreundete HBI-Studentin (Barbara) um ihr ein Praktikum in Kanada ein wenig lustiger zu gestalten.
Für eine weitere sehr gut befreundete HBI-Studentin, welche damals gerade am Boden zerstört war, weil sie verzweifelt einen Mann suchte (red Dich jetzt nicht raus Jasmin ;-) entstanden weitere witzige Selbstauslöser-Fotos von mir.
Im Rahmen von ausgiebigen Beratungsgesprächen, am Rande des Frauen-AKs der HBI, mit 2 Studentinnen, denen ich nach Vergewaltigungen wieder einen natürlichen und spielerischen Umgang mit dem männlichen Körper beigebracht hatte, entstanden viele weitere Aktfotos von mir.
Zahlreiche weitere Fotos entstanden später zusammen mit verschiedenen HBI-Studentin, welche teilweise als Aktmodell arbeiteten.
Dazu kamen dann immer öfters weitere Fotos nach Wünschen von Besuchern meiner Webseite.
(Ok, unter den von Webseitenbesuchern gewünschten Fotos waren auch einige echt peinliche und perverse die ich inzwischen zurückgezogen habe.)
Die Besten meiner allerersten Aktfotos gibt es übrigens noch immer hier zu sehen.
Kapitel 5
Irgendwann meldeten sich einige Studentinnen der HBI bei mir.
Sie hatten von den Aktfotos gehört (natürlich nie gesehen :-) und das (damals noch falsche) Gerücht gehört, ich würde als Aktmodell arbeiten.
Sie wollten mich fragen, wo ich als Aktmodell arbeite und ob sie dort mal dazukommen dürften um ein wenig Aktzeichnen zu üben.
Ich erklärte ihnen, dass ich bisher nur ein paar Aktfotos gemacht hätte, aber noch nie als Modell für Aktzeichnen oder Aktmalen gearbeitet hätte.
Da sie wohl keine andere Alternative finden konnten, bot ich ihnen an, bei Bedarf hin und wieder für sie Aktmodell zu stehen.
So ergab es sich, dass ich, zwar nicht oft, aber doch ein paar Mal, für diese kleine Gruppe und auch für ein paar einzelne HBI-Studentinnen Modell stand.
Daran dies aber regelmäßig, beruflich oder gegen Bezahlung zu machen dachte ich nicht.
(Ich hielt mich nach wie vor auch nicht für gut und attraktiv genug.)
Kapitel 6
Da ich mich an der HBI auch für den AStA sehr engagierte, und der AStA meines Jahrgangs seinen Nachfolge-AStA ziemlich im Stich gelassen hatte, organisierte ich kurzerhand selbst ein AStA-Einführungs-Wochenende.
Dabei lud ich den neugewählten AStA und einige alte AStA-Hasen früherer Jahrgänge an einem Wochenende in die Verwaltungs-Villa der HBI ein.
Tagsüber wurde der neue AStA eingelernt, am Abend Party gemacht.
Während dieser Party lernte ich eine Studentin der HBI und neugewähltes AStA-Mitglied kennen.
Ich erzählte ihr von der witzigen Aktfotoaktion in unserem Jahrbuch und davon, dass ich hin und wieder für ein paar HBI-Studentinnen privat und unbezahlt als Aktmodell arbeiteten würde.
Außerdem erzählte ich ihr wie befremdlich es für mich war, dass die Leute so einen Aufruhr wegen meiner Aktfotos machten und mich sogar ernsthaft darum baten, als Aktmodell für sie zu arbeiten.
(Für mich war das damals alles ziemlich unverständlich.)
Die HBI-Studentin (ja Du, Sibylle) meinte dazu nur: "Du spinnst, wenn Du so was ohne Bezahlung machst!
So wie Du aussiehst und so engagiert und begeistert wie Du davon bist, kannst Du doch sehr gut als Aktmodell arbeiten.
Aber verlange wenigstens Geld dafür, Du verkaufst Dich unter Wert!"
Ich fand das zuerst ziemlich übertrieben.
Sie erzählte mir dann aber davon, dass sie selbst schon seit einigen Jahren für verschiedene Kunstschulen und Künstler als Aktmodell arbeitete.
Und so kam es dann, dass ich schon bald mit einzelnen bezahlten Jobs als Aktmodell bei verschiedenen Schulen begann und mir von befreundeten HBI-Studentinnen und Aktmodellen immer wieder mal Jobs vermittelt wurden.
Aber auch jetzt war dies alles von mir eher als nettes Hobby nebenher gedacht.
Kapitel 7
Während und nach meiner Zeit an der HBI arbeitete ich dort als HiWi im IT-Service (Computer installieren, Nutzer betreuen usw.).
Im Frühjahr 1999 lief dieser HiWi-Vertrag aus und konnte nicht mehr verlängert werden.
Der Verwaltungsdirektor der HBI bot mir an, mich evtl. als Assistenten mit Berufsziel Juniorprofessur einzustellen, was ich aber ablehnte, weil ich nicht auf Dauer an der HBI bleiben und auch einfach mal etwas Neues erleben wollte.
Bei einem Gespräch im Sommer 1999 meine er dann zu mir:
"Als HiWi dürfen sie hier nicht mehr arbeiten und als Assistent wollen sie nicht.
Entweder sie überlegen sich mein Angebot noch mal oder sie suchen sich eine andere Hochschule."
Zufälligerweise hatte ich kurz vorher von einer befreundeten HBI-Studentin gehört, dass die Staatliche Kunstakademie in Stuttgart Aktmodelle suchen würde, sie selbst aber zu den angegeben Arbeitszeiten wegen einem anderen Job keine Zeit hätte.
Also saß ich schon ein paar Wochen später bei einem Vorstellungsgespräch an der Kunstakademie und wurde dort, ganz offiziell, ab Oktober 1999 auf stundenbasis als Aktmodell beschäftigt.
Kapitel 8
Da ich seit 1995 im Film- und TV-Bereich arbeite (seit 2000 als Set-Assistenz und Komparsenbetreuer) hat es sich irgendwie automatisch ergeben, dass ich zwischenzeitlich auch als Komparse und Statist beim Film, Fernsehen und Theater arbeite.
Inzwischen (Stand: Dezember 2009) habe ich schon über 850 Auftritte als Modell und Komparse hinter mir.
Tja, da soll noch einer sagen mit dem Studium an der HBI habe man keine guten Berufschancen. *breites Grinsen*
Meine Modellseite gibt es hier.
Meine Aktmodell-Zukunft
Irgendwie hat sich das Modellstehen mit der Zeit zu einer echten Leidenschaft entwickelt.
Leider ist die Bezahlung als Aktmodell in der bildenden Kunst sehr gering (10-20 Euro pro Stunde) und man kommt nur auf sehr wenige Arbeitsstunden.
(Ein Kurstermin dauert meist nur 2 oder 3 Stunden.
- Die -natürlich unbezahlte- Anfahrt zum Termin dauert oft länger.
- Die wenige Kurse und Schulen die es gibt, werden unter vielen Modellen geteilt, man hat also meist nicht mehr als 2 bis 4 Kurstermine pro Woche.)
In guten Monaten verdiene ich ca. 300 bis maximal 400 Euro.
In schlechten Monaten (z.B. Semesterferien, Mitte Februar bis Mitte April und Mitte Juli bis Mitte Oktober) verdiene ich oft nur 50 bis 100 Euro pro Monat.
- Krankheit und Urlaub kann man sich wegen des Verdienstausfalls grundsätzlich nicht leisten.
Mein Bruttoeinkommen als Künstlermodell liegt bei 200 bis 300 Euro im Monat.
Von diesem Betrag muss ich als Selbständiger sämtliche Steuern und Sozialversicherungen zu 100 Prozent selbst bezahlen.
(Künstlermodelle arbeiten meistens schwarz, da viele Auftraggeber chronisch knapp bei Kasse sind und keine Steuern und Sozialabgaben bezahlen wollen oder können, oder weil Künstler aus Unkenntnis und Angst vor Bürokratie am Liebsten bar und ohne Quittung bezahlen.
- Wenn man es aber so regelmäßig und öffentlich macht wie ich, muss man sich zwangsläufig als Gewerbe anmelden.)
Nach Abzug der Sozialversicherungsbeiträge komme ich am Monatsende mit viel Glück auf eine schwarze Null.
Deshalb kann ich von diesem Beruf leider nicht leben und benötige immer zusätzliche Jobs um Geld zu verdienen.
Zudem ist der Job mit der Zeit auch sehr belastend für Knochenbau, Gelenke und Muskulatur.
Umsteigen auf besser bezahlte Erotik- bzw. Pornojobs will ich nicht und wäre dafür wohl auch nicht der richtige Typ dafür.
Aktfotografie und künstlerische Performances mag ich sehr, aber auch davon kann ich bisher nicht leben (und habe auch nicht das passende Aussehen).
Mit normalen Fotomodell- und Komparsenjobs beim Film kann ich leider auch nicht genügend Geld verdienen.
Der schönste Job der Welt, aber leider keine Chance davon auf Dauer zu leben.
- Zumindest wenn man Wert darauf legt, ausschließlich legale, seriöse und anspruchsvolle Jobs zu mache.
- Schade!
Warum ich Aktfotos von mir im Internet veröffentliche
Ich werde oft gefragt, warum ich nicht nur modele, sondern auch so offen dazu stehe und sogar meine Bilder im Internet veröffentliche.
1) Ich war immer ein sehr offener Typ, der zu allem stand was er tat, und nie Geheimnisse vor seinen Mitmenschen hatte.
2) Ich bin ja wirklich eher durch Zufall in die ganze Sache Schritt-für-Schritt reingerutscht.
Am Anfang war gar nicht abzusehen, dass aus ein paar Spaßbildern mal ein Beruf werden könnte.
Meine ganze Homepage war nie zur Selbstdarstellung gedacht, sondern hat sich mehr oder weniger still und leise im Laufe von 10 Jahren einfach so ergeben.
3) Zudem bin ich ein Mensch, der immer gerne mit anderen Menschen teilt, der gerne für andere Menschen etwas tut und der anderen gerne eine Freude macht.
Die Tatsache, dass ich merke, dass ich einigen Menschen mit diesen Bildern eine Freude machen kann, ist wahrscheinlich einer der Hauptgründe für die Veröffentlichung der Bilder.
4) Nachdem ich auch immer wieder mit sehr starken Kritikern und Vorurteilen (besonders an der HBI) zu kämpfen hatte, hielt ich es für besser, so offen wie möglich mit dem Thema umzugehen und so wenig wie möglich geheim zu halten.
Ich hatte einfach keine Lust mir unterstellen zu lassen ich wäre notgeil, würde heimlich Pornos drehen, als Callboy arbeiten, ständig Frauen anbaggern und das Aktmodeln als Tarnung dafür verwenden.
Also bin ich in die Offensive gegangen und zeige, was genau ich mache und was ich nicht mache.
Damit möchte ich einfach Gerüchten und Vorurteilen über mich und meinen Job als Aktmodell vorbeugen.
5) Außerdem mache ich ja auch selbst gerne Aktfotos von anderen und halte deshalb das Aktmodeln für sehr wichtig für mich, da man den Gesamteindruck des Nacktseins, des Modellstehens und des Körpererlebens nur durch eigenes Praktizieren von beiden Seiten aktiv erfahren kann.
Da ich selbst immer auf der Suche nach weiteren Aktmodellen bin, und diese auch teilweise an andere Künstler vermittele, halte ich es für sehr wichtig, mich zuvor selbst mit den Gefühlen eines Aktmodells vertraut gemacht zu haben, bevor ich von jemand anderem verlange, dass er oder sie sich für mich auszieht.
Ich würde nie von einem anderen Aktmodell etwas erwarten, was ich nicht auch selbst tun würde!
6) Und ich halte es auch nach wie vor für ein Grundrecht von Frauen, sich das anschauen zu dürfen, was sich Männer schließlich auch ständig anschauen.
Im Internet gibt es so viele nackte Frauen, da mussten einfach mehr nackte Männer her.
Auch wenn ich nicht gerade so attraktiv wie irgendein Dream Boy bin, wollte ich wenigstens mit gutem Beispiel für andere Männer vorangehen.
7) Außerdem hoffe ich mit diesen Bilder anderen Menschen Mut zu machen, auch zu sich selbst und zu ihrem Körper stehen zu können.
Wenn selbst jemand wie ich zu seinem Körper stehen kann, dann könnt Ihr das auch!
Ich würde mich freuen, wenn Menschen mit Selbstwertproblemen oder gestörtem Verhältnis zum eigenen Körper aus diesen Fotos den Mut schöpfen, die Angst vor sich selbst, dem eigenen Körper oder dem allgemeinen Schönheitswahn zu überwinden.
Die meisten Menschen sind viel schöner als sie selbst glauben würden!
Tatsache ist, dass ein Großteil des Internet-Traffics durch "Anatomiekunde" ;-) verursacht wird, aber keiner will es jemals gewesen sein.
Das soll nicht heißen, dass ich grundsätzlich etwas gegen Schweinkram habe. - Wer so was sehen will, bitte.
Warum aber die ganze Heimlichtuerei, warum die Peinlichkeit und warum die riesige Geschäftemacherei mit nichts anderem als dem ganz normalen natürlichen nackten menschlichen Körpern?
- Doch nur, weil alle (Männer und Frauen) eigentlich nur an dem einen interessiert sind, aber sich einfach nicht getrauen es einfach so offen zu sagen.
Warum können erwachsene Menschen nicht einfach offen und ehrlich miteinander reden, noch dazu auf einem so wichtigen Gebiet wie der Sexualität?
- Das würde allen Beteiligten sehr viel Ärger, Kummer und Schmerz ersparen.
Nacktheit ist etwas wunderschönes, dass man in vollen Zügen genießen sollte, ohne dabei ständig an Sex oder Geld zu denken.
Zur Erinnerung:
"Und sie waren beide nackt, der Mensch und sein Weib, und schämten sich nicht."
(Die Bibel: 1. Mose 2,25)
Meine Webseiten sind mit der Jugendschutz-Kennzeichnung der Internet Content Rating Association gekennzeichnet, können also mit entsprechenden Jugendschutzfiltern leicht gefiltert werden.
Also viel Spaß beim Anschauen meiner Fotos!
Wer Kommentare, Anmerkungen oder Meinungen hat, kann mir einfach mailen oder mir einen Kommentar in mein Gästebuch schreiben.
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